Wanaka, Christchurch und die Reise auf die Nordinsel

Bevor ich von Dunedin aufgebrochen bin, um meine Reise fortzusetzen, musste ich mich entscheiden: Queenstown oder Wanaka. Nur für einen Ort habe ich Zeit.

 

Die Wahl fiel auf Wanaka

Meine Entscheidung habe ich gut getroffen. Von Queenstown hatte ich schlussendlich nur schlechtes gehört: zu teuer und zu viele Touristen. Wanaka sei bezahlbar und ruhiger. Touristen waren hier genauso präsent, jedoch lag mein Hostel (Wanaka Bakpaka) fünf Minuten außerhalb der Stadt auf einem Hügel. Von den Terrassen konnte ich auf den See, die Berge und die Stadt blicken. Das Hostel war unglaublich sauber. Die Küche war immer aufgeräumt, dementsprechend stand das Personal aber ständig unter Druck und die Atmosphäre war angespannter als in den meisten Hostels.

Ich bin ein wenig Wandern gegangen, die Hügel hoch und wieder runter. Die Wanderwege sind super ausgeschildert.

Nach drei Tagen nahm ich eine 8-stündige Busfahrt auf mich, um nach Christchurch zu fahren. Ja, ihr denkt jetzt bestimmt: „Was? Schon wieder Christchurch?“ Na, ihr habt ja auch Recht. Da habe ich fast 2 Monate bei Christchurch gewwooft und verbringe schon wieder 2 Nächte dort. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich noch nie so richtig in der Innenstadt war, sondern nur durchgefahren bin.

Die zwei Nächte im Stadtzentrum waren interessant. Wie ich in einem vorigen Artikel erwähnt hatte, ist die Innenstadt stark zerstört. Man sieht nackte Häuserwände, Container und Baustellen. Es scheint für mich aber so, dass sich die Stadt gerade neu erfindet. Die nackten Wände werden mit riesigen Graffitis von Künstlern geschmückt und ich habe viele Künstler gesehen. Einige Restaurents haben als „Food-Container“ eröffnet. In Deutsch kennen wir diese „Food-Container“ als einfache Buden. In Christchurch wird hier jedoch keine Currywurst oder Krakauer verkauft, sondern es gibt ein richtiges Menü und einen richtigen Koch, der in dem stickigen Container auf wenigen Quadratmetern etwas zusammen zaubert. Ich kann nur empfehlen, für die Container ein Auge aufzuhalten.

Am Ende meines Aufenthaltes in Christchurch habe ich in den frühen Morgenstunden den Zug nach Picton bestiegen. Der Zug war „unglaublich lang“: 2 Loks, 2 Passagierwagen, 1 Speisewagen und 1 offener Waggon als Ausguck. Die Passagiere waren ausschließlich Touristen,  das Durchschnittsalter lag bei 50 Jahren. Ich habe mir gedacht: „Ach egal, du hast für deinen Platz bezahlt, jetzt genießt du das hier.“ Und ja, es war gut. Der Zug fährt lange Strecken am Meer entlang. Delfinschulen zu sehen war keine Seltenheit.

Anschließend nahm ich die Fähre nach Wellington – zurück in die Großstadt, zurück auf die Nordinsel.

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