Special: Essen in Neuseeland

Das neuseeländische Essen unterscheidet sich wenig vom deutschen oder englischen Essen. Aber es gibt doch feine Unterschiede beim Essen in Neuseeland, besonders beim Gemüse und bei Süßigkeiten.

Zum Beispiel ist Rote Beete sehr beliebt. In Deutschland bin ich nur im Chemieunterrricht über dieses Gemüse gestolpert, in Neuseeland jedoch wird Rote Beete zu allem gereicht. Selbst Burger King und McDonalds machen damit Werbung, dass man Rote Beete auf Burgern reicht.

Kurze Information zum Essen in Neuseeland

Neuseeland ist ein isoliertes Land und vom Ozean umgeben. Heute ist das weniger ein Problem, als es zum Beginn des letzten Jahrhunderts war. Die Lebensmittelsituation hat sich jedoch nicht geändert.

Viele Lebensmittel kommen aus Neuseeland und es ist verboten Lebensmittel oder jeglichen Dreck an Wanderschuhen, Zelten oder Kleidung zu importieren. An internationalen Flughäfen wird das Gepäck zuerst nach illegalen Substanzen und anschließend nach biochemischen Substanzen durchleuchtet und untersucht. Die Angst vor Epidemien und Krankheiten, die die lokale Fauna und Flora attackieren könnte, ist zu groß.

Diese Situation führt dazu, dass Lebensmittel lokal angebaut werden und man davon ausgehen kann, dass das Essen in Neuseeland keinen zu großen ökologischen Fußabdruck hat.

Frühstück

Müsli, Haferflocken oder Toast. Joghurt gibt es auch und Marmelade ebenfalls. Also, sehr ähnlich zum deutschen Frühstück.

Interessant sind Weedbix. Eine quadratisch gepresste Form aus Haferflocken, die mit Milch gegessen werden. In der Milch löst sich der Block langsam auf.

Sehr bitter und für die meisten Menschen vollkommen ungeniesbar sind Vegemite und Marmite. Sie enthalten viel Vitamin-B werden auf Toast gestrichen und Neuseeländer wachsen damit auf. Im Gegensatz zu Vegemite enthält Marmite Zucker und ist „genießbarer“.

Honig ist großes Exportprodukt aus Neuseeland. Lokaler Honig wird aus den Blüten des Manukabaumes gewonnen und enthält besondere Nährstoffe und ist sehr lecker.

 

Mittag

Zum Mittagessen in Neuseeland gibt es meistens einen kleinen Snack in Form eines Sandwichs, Meat Pies (Erklärung weiter unten im Text) oder Resten vom gestrigen Abendessen.

 

Abendessen

Zum Abendessen wird deftig gekocht. In den meisten Fällen ist Fleisch die Grundlage und wird durch Gemüse ergänzt. Beliebt sind Kartoffeln, Rote Beete, Karotten, Kumara, Kürbis, etc.

Kumara sind süße Kartoffeln. Der Name Kumara kommt aus dem maorischen und bedeutet: *Trommelwirbel* Kartoffel. Sie ist lang gestreckt, süß und hat einen ähnlichen faden Geschmack.

Die Deserts basieren meist auf gemahlen Nüssen (engl. crumbles), Sahne und Obst. Zusammen wird es heiß gemacht und mit Hockey Pockey Eis (neutrales Eis mit Karamel) gegessen.

 

Spezialitäten

In Vietnam oder Bali sind die Gerichte oder die Auswahl an Lebensmitteln außergewöhnlich. In Neuseeland sind es die kleinen Spezialitäten, wie die Snacks für zwischendurch, die beim Essen herausstechen. Für mich sind diese kleinen Snacks das Schöne am Essen in Neuseeland.

Meat Pie

Ein Meat Pie ist kein Kuchen, sondern in Teig eingebackenes Fleisch. Ein Pie wird in einer Form gebacken und mit verschiedenen Füllungen serviert. Die Füllungen basieren meistens auf Fleisch mit Soße. Es setzen sich langsam auch vegetarische Pies durch und in der Studentenstadt Dunedin, habe ich sogar einen veganen Pie gegessen.

An vielen Ecken, gibt es Pie Shops und sogar Tankstellen verkaufen Pies. Sollte ich ein Symbol für das Essen in Neuseeland benennen, würde meine Wahl sofort auf den Pie fallen. Was für uns die Currywurst ist, ist für Neuseeländer der Meat Pie.

 

Fish & Chips (Surf n‘ Turf)

Wer kennt nicht Fish & Chips (deutsch: Fisch und Pommes)? Aufgrund der englischen Geschichte Neuseelands ist Fish & Chips stark verbreitet. Als Fisch werden lokale Fischsorten serviert, z.B.: Hoki oder Hake (weiterführender Link).

Generell ist nicht nur das Essen in Neuseeland dem englischen Essen sehr ähnlich, auch Kultur und Humor ähneln sich.

 

Eis

Neuseeland ist das Land mit dem höchsten Eis pro Kopf Umsatz, gefolgt von den USA. Die lokale Eisvariation ist Hockey Pockey (neutral-schmeckendes Eis mit Karamellstücken).

Beliebt ist außerdem „Real Fruit Ice Cream“. Man wählt gefrorenen Joghurt oder Eiscréme und gefrorene Früchte aus. Die gewählten Zutaten werden dann gemixt und auf einer Waffel serviert. Sehr lecker.

 

Kaffee und Tee

In Neuseeland verdrängt der Kaffee den Tee immer mehr und viele Neuseeländer steigen auf Kaffee um.

Die Kaffees sind wirklich gut und sind ihr Geld Wert, denn die meisten Cafés setzen eine abgeschlossene Baristaausbildung voraus.

 

Fazit

Das Essen in Neuseeland ist nicht so abwechslungsreich und aufregend, wie asiatisches Essen (wie zum Beispiel in Vietnam), aber die Kleinigkeiten wie Meat Pies und Kaffee sollten genossen werden. In der Regel wird viel Zucker konsumiert und die Desserts fallen üppig aus. Der hohe Zuckerkonsum führt leider zu einer weit verbreiteten Fettleibigkeit (siehe World Obesity Federation).

Das Preisniveau ist auch um einiges höher als in Deutschland. Gemüse und Obst sind sehr stark an ihre Saison gekoppelt. Außerhalb der Erntesaison sind die jeweiligen Lebensmittel um ein vielfaches teurer. Ein Beispiel: Der Preis für einen Maiskolben im Februar liegt bei 0,80 bis 1$. In den Monaten zuvor lag der Preis bei 2$ aufwärts.

Allgemein sind Lebensmittel generell teurer. Auch Säfte sind teurer (ca. 4$). Sie sind meist vorgemischt und enthalten viel Zucker.

Auf meiner Reise habe ich, wie so viele andere Backpacker, auch an Körperumfang zugenommen. Eine andere Wahl hat man auch kaum, bei den vielen Verführungen im Supermarktregal.

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