Sommer in Christchurch

Als ich in Christchurch angekommen bin, dachte ich, ich wäre in einem Kriegsgebiet. 2011 hat ein starkes Erdbeben das historische Zentrum Christchurchs fast vollständig zerstört, aber meine WWOOF-Gastgeber haben mir gezeigt, wie nett die Menschen hier sind.

 

Trostloses Christchurch

Das Zentrum ist wahrlich trostlos. Es hat mir keinen Spaß gemacht, mich dort aufzuhalten. 2010 und 2011 gab es in der Region Canterbury mehrere starke Erdbeben und eines im Jahr 2011 hat das Zentrum stark zerstört und mehrere Menschenleben gekostet. Heute morgen hat es sogar in meiner Gegend ein Erdbeben der Stärke 6,4 gegeben. Kleinere Erdbeben unter Stufe 4 sind normal. Das Zentrum anzusehen ist traurig. Auch nach vier Jahren hat sich vom äußerlichen wenig getan. Immernoch sind Häuser notdürftig gesichert und sind einsturzgefährdet und immernoch streitet sich die Gemeinschaft, was mit der halbzerstörten Kathedrale passieren soll. Nach vier Jahren befindet sich die Stadt immer noch im Aufräumprozess.
In den 30er Jahren hat ein Erdbeben die Stadt Napier vollständig zerstört, was dazu geführt hat, dass die Stadt aus vielen schönen Art-Déco gebäuden besteht. Ich hoffe, dass dieser Effekt auch in Christchurch eintrifft und in ein paar Jahren moderne Gebäude das Zentrum dominieren.
Ich habe mir das Zentrum nur für einige Minuten angesehen und saß dabei auch noch in einem Auto. Fotos habe ich deswegen leider keine. Ich habe jedoch ein paar Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt angesehen und in Rolleston, außerhalb der Stadt, gewwooft.

 

Sehenswürdigkeiten

Da meine WWOOF-Gastgeberin einen Kindergarten leitet und sie in den Schulferien Schulkinder zusätzlich beaufsichtigt, unternimmt sie mit ihnen Tagesausflüge und da durfte ich mit.
Wir haben die Gondola genommen, um auf einem Aussichtspunkt in die Canterbury Plains und auf die Banks Halbinsel und Lyttelton sehen zu können. An dem Tag war es so unglaublich heiß, ich habe mich, wie in Italien im Hochsommer gefühlt.

Das Wwoofen

Meine Woofgastgeber wohnen in Rolleston ca. 30 Minuten außerhalb von Christchurch auf einer Farm mit 50 Morgen Land. Sie züchten schottische Galloway Rinder und leben fast selbstständig aus ihrem Garten. Während meines Aufenthalts waren ca. 15 Hühner und 4 kleine Chicks und 4 Schweine anwesend: Stanley, Angela und zwei namenlose. Die Schweine werden zur Fleischproduktion geschlachtet. Meine tägliche Routine war es die Tiere zu füttern und nach den drei kleinen Schweinchen (Stanley ist schlachtreif) und den Chicks zu schauen.
Die Schweinchen und die neuen Hühner haben wir während meines Aufenthalts von anderen Farmern geholt. Während meinen vier Wochen auf dieser Farm war noch ein anderer deutsher Wwoofer Daniel dort.

 

Unsere Gastgeberin Nette hat uns in meiner letzten Woche zu drei Ausflügen mitgenommen: Zu Christchurchs Gondola, den Groynes und dem Luftfahrtmuseum.

 

Nach vier Wochen habe ich mich zum nächsten Host aufgemacht.

 

Gaye wohnt in Lincoln und ist nur 20km von Rolleston entfernt. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie in einem sehr großen Haus mit Pool und mehreren kleineren Häusern für die Hundepension. Rodney, ihr Mann, lebt arbeitsbedingt im Ferienhaus am Lake Brunner. Auch Gaye hat Hühner und ein Schwein. Dazu kommen 2 Ziegen und 4 französische Mastiffs (Foto). Meine Arbeit ist weniger vom ökologischen Charackter geprägt: Ich helfe ihr dabei das Grundstück sauber zu halten.

 

Es ist Ende Januar und ich bin nun schon seit 1,5 Monaten in Canterbury. Bald werde ich aber in den Süden weiterreisen und mir meine fehlenden Punkte auf der To-Do-Liste abharken.

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