Neuseeland: Meine Favoriten und Verlierer

Zu Beginn meiner Reise nach Neuseeland habe ich mich durch verschiedene Reisebücher geblättert, Blogs gelesen und auf den neuseeländischen Touristenwebseiten geschmöckert, um die perfekten Erlebnisse für mich zu finden. Leider hat sich dann irgendwie alles wiederholt und viele Aktivitäten wurden angepriesen, die ich nicht so toll finde. In diesem Artikel möchte ich euch einerseits meine privaten Lieblingsorte und meine Meinung zu großen Sehenswürdigkeiten beschreiben.

 

Der durchschnittliche Neuseelandtourist verbringt die meiste Zeit in der Natur. Die Städte Neuseelands unterscheiden sich kaum und werden besucht, um Vorräte aufzustocken (Ausnahme sind die größeren Städte Auckland, Wellington, Christchurch und Dunedin).

Ich bin eher der ruhige Typ, der sich nicht für Nachtclubs und Massenaktivitäten in Gruppen motivieren kann, daher sind meine Lieblingsorte ruhige Plätze, die einen guten Mix zwischen Natur und neuseeländischem Leben bieten. Es sind Orte, die von internationalen Touristen nicht stark frequentiert werden.

 

Meine „Not-To-Dos“

Neuseeland ist ein tolles Land mit vielen Outdooraktivitäten. Die Natur ist wunderschön und ein Paradies für Vogelliebhaber. Es gibt aber einige Aktivitäten denen mehr bemessen wird, als sie eigentlich wert sind.

Natürlich spielen die persönlichen Preferenzen jedes Einzelnen eine Rolle, z.B. muss ich auf einer Tagestouren zum Cape Reinga nicht auf einer Düne mit einem Brett runterrutschen und den Rest des Tages mit Sand am Körper rumlaufen.

Das klassische Beispiel für eine „overhypte“ Aktivität ist für mich der Hot Water Beach: Zur Tide beginnt man ein Loch am Strand zu buddeln, damit man sich zur Flut hineinsetzen und das warme Wasser geniesen kann. Der Nachteil ist, dass es sehr viele Teilnehmer gibt und alle an der selben Stelle buddeln. Es ist immer überfüllt (hier ist ein Foto).

Wenn ihr authentisch-neuseeländisches Leben kennen lernen möchtet solltet ihr nicht nach Queenstown gehen. In Queenstown regiert der Tourismus. Queenstown ist eine „resort town“. Neuseeländer ziehen hier hin, um Arbeit im Tourismus zu finden, und Personal in Einzelhandelsgeschäften kommt meistens nicht aus Neuseeland, sondern sind Backpacker. Aktivitäten, wie Bungy springen oder Fallschirmspringen, können auch an anderen Orten in Neuseeland gemacht werden (Taupo, Tasman Bay, Wanaka).

 

Meine „geheimen“ Lieblingsplätze

Waihi Beach

Auf Platz eins steht für mich Waihi Beach. Das Township besteht eigentlich nur aus Ferienhäusern und wird oft von Touristen besucht, aber diese Touristen kommen aus Neuseeland. Es sind die Menschen aus Auckland, die ein bisschen Seeluft schnuppern und währen der Flut gute Wellen zum Surfen haben wollen. Vom Strand kann man Mayor Island und Mount Maunganui sehen. Für einen Tagesausflug kann man zur Karangehage Gorge und nach Hobbiton fahren.

 

Collingwood

Collingwood in der Golden Bay, auf der nördlichen Südinsel, ist ein verschlafenes Nest mit ca. 230 Einwohnern. Von hier habe ich meinen Ausflug zum Farewell Spit unternommen. Das Meer ist wunderschön und es gibt tolle Strände, die mit einem Auto zu erreichen sind. Im 19. Jahrhundert war Collingwood eine pulsierende Stadt, 1857 setzte eine Goldrausch ein, und wurde damals sogar als Hauptstadt Neuseelands vorgeschlagen.

 

Moana, Lake Brunner

Moana am Lake Brunner wird, wie Waihi Beach, hauptsächlich von neuseeländischen Touristen besucht. Es gibt hier kein Hostel, aber einen Campingplatz. Das Wasser des Sees wird nicht aus Schmelzwasser gewonnen und ist leicht nicht klarblau, wie Lake Tekapo, aber dafür hat der Lake Brunner eine durchschnittliche Wassertemperatur von 20°C.

In Moana gibt es ein Hotel Burger Hotel Restaurent Moana Lake Brunnermit angeschlossenem Restaurent und Bar. Freitags und Samstags trifft sich hier die Dorfgemeinschaft und für 15$ kann man einen rießigen Burger mit Bacon essen. Auch wenn Lake Brunner an der Westküste der Südinsel liegt und es hier ständig regnet, habt keine Angst vor Regen. Dieser Mythos basiert auf den Wetterwerten, die in Greymouth erstellt werden. Zwischen Greymouth und Moana erstreckt sich eine Hügelkette, die den meisten Regen aufhält. Von Moana kann man die verlassene Stadt Waiuta oder das historische Dorf Blackball erkunden.

 

Dies sind meine Lieblingsorte in Neuseeland. Gerne hätte ich mehr Zeit in Otago und Southland verbracht, aber mit der Westküste der Südinsel und der Bay of Plenty habe ich zwei meiner Favoriten gefunden. Besonders empfehlen kann ich die Westküste, denn diese wird wenig von Touristen bereist und das einheimsiche Leben ist hier sehr authentisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.